Sehenswürdigkeiten auf Island

Heisse Quellen auf Island
Heisse Quellen auf Island (Bild: Wikimedia, Andreas Tille)

Islands Sehenswürdigkeiten sind in der herrlichen Natur zu finden, und das überall im Land: Aktive Vulkane, heiße Quellen, Gletscher, Wasserfälle, Fjorde, Wüsten- und Lavalandschaften. Wer Islands Schönheit sehen will, der ist gut beraten mit dem Auto durchs Land zu fahren.

 

Die heißen Quellen

Island ist das Land der heißen Quellen, und die größten und eindrucksvollsten heißen Quellen kann man 65 km in südöstlicher Richtung von Sellfoss finden. Aus einem 14 m großen Becken spuckt in regelmäßigen Abständen der Geysir Strokkur eine hohe Fontäne in die Luft. Neben der größten Quelle gibt es noch zahlreiche kleine Quellen, die je nach der mineralischen Zusammensetzung des Bodens von Türkisblau bis Dunkelrot eine herrliche Farbpalette bieten. Wer sich die Mühe machen will, der sollte auf den Berg Laugarfell steigen und dieses Naturschauspiel von dort aus genießen.

Die schönsten Wasserfälle

Neben den heißen Quellen hat Island auch beeindruckende Wasserfälle. Der wohl Schönste ist Gullfoss, das goldene Fass, der nur sieben Kilometer von den heißen Quellen entfernt liegt. Vom Gletscherfluss Hvítá aus stürzt das Wasser in zwei riesigen Kaskaden 31 m tief in die Schlucht Hvítárgljúfur. Ebenfalls sehenswert ist der Fjallfoss, hier stürzen die Wassermassen in Form eines breiten Fächers 100 m in die Tiefe. Dynjandi, der Donnernde, nennen die Isländer ein Ensemble von Wasserfällen in der Nähe des Fjallfoss, die ein wunderschönes Naturschauspiel darstellen. Der Dettifoss ist ein weiterer wunderschöner Wasserfall, an dem das Wasser 40 m tief und 100 m breit stürzt. Das Wasser ist wie ein feiner Sprühregen, der für fantastische Regenbogen sorgt.

Die mächtigsten Vulkane

Der größte und aktivste Vulkan auf Island ist der Hekla, der lange als das Tor zur Hölle galt. Der 1.491 m hohe Vulkan ist schon von Weitem sichtbar, der letzte große Ausbruch fand 1104 statt und begrub blühende Siedlungen unter seiner Asche. Mitten im Gebirgsmassiv Dyngjufjöll liegt der mächtige Vulkan Askja, aber auch der 6.000 Jahre alte, in einem tiefen Blau schimmernde See Öskjuvatn. Nicht weniger beeindruckend ist der 1.446 m hohe Snæfellsjökul, dem eine besondere Energie nachgesagt wird.

Die schönsten Seen

Auch wenn es vielleicht ein bisschen komisch klingt, aber auch in Island kann man einen Badeurlaub verbringen, zum Beispiel am Blaa Blóndid, der blauen Lagune. Das Wasser des Sees schimmert bläulich-weiß, aber je nachdem, wie das Licht auf das Wasser fällt, kann die Farbe auch Türkisgrün bis Dunkelblau sein. Die Zusammensetzung des Wassers ist nachweislich gut für alle, die unter Hauterkrankungen leiden, und es macht sehr viel Spaß, auch im Winter im 38° Grad warmen Wasser zu liegen. Der größte See des Landes ist der Pingvallavatn, der in der sogenannten Männerschlucht liegt. In der Nähe befindet sich der Gesetzesfelsen. An diesem Platz wurde zur Zeit der Wikinger Gericht gehalten, und auch die Hinrichtungsstätte liegt dort. Mývatn ist der viertgrößte See Islands und ein Naturparadies, an dem unter anderem 15 Entenarten brüten, aber auch Lachse kann man in diesem nur fünf Meter tiefen und warmen See finden.